In meinen Arbeiten stehen Abstraktion und freie assoziative Bildfindung im Vordergrund. Die Maserung eines Steins, ein rostiges Metallstück, eine schrundige Rinde können Quelle meiner Inspiration sein.

Beim Wandern ist es das Spüren des Grundes, das Harte, Kantige aber auch weiche moosige Stellen, das Einsinken, Gerüche, der Wind. Diese Empfindungen, Wahrnehmungen können ihre Entsprechung im künstlerischen Ausdruck finden. Wichtig ist für mich auch das Reisen. Reisen im Sinne von in Kontakt kommen mit Landschaften, das direkt in der Natur sein, aber auch mit Menschen, ihrer Fremdheit.

Neben Formen und Farben in der Natur sind es archaische Orte, Felsenstädte. Mauern, Fassaden oder imaginäre Landschaften, die Impuls gebend für meine Malerei sind.

Ausgangspunkt ist oft eine Skizze, eine Farbkomposition aber auch kleine Bruchstücke von verlassenen Orten.
Erde , Sand, Grafit, Kohle oder Ölkreide, Collageelemente und die Farbe in ihrer elementaren Kraft - meist Pigmente - spielen bei der Umsetzung eine wesentliche Rolle.
 

Die entstehenden Formen sind nicht starr, sondern in ständiger Bewegung. Unterschiedliche Farbgestalten, die neblig-transparent oder steinig-schwer sein können, durchdringen sich. Farbschichten legen sich übereinander und lassen den Untergrund durchscheinen oder werden durchpflügt, um das darunter Liegende freizulegen.
Formen tauchen auf und werden wieder verschluckt. Durch Farbe, Form und/ oder Material versuche ich alle Bildteile miteinander zu vernetzen und den Bildkörper als atmenden Organismus erscheinen zu lassen.  
Veronica Solzin in ihrem Atelier